Bingen-Bingerbrück: Baustillstand im ehemaligen Wasser- und Schifffahrtsstraßenamt – 13 bezahlbare Wohnungen lassen auf sich warten.
Im ehemaligen Wasser- und Schifffahrtsstraßenamt in der Schlossstraße in Bingerbrück sollen Wohnungen entstehen – doch derzeit stehen die Bauarbeiten still. Das berichtet die Allgemeine Zeitung am Sonntag, dem 18. Oktober 2026. Laut den Zwischenüberschriften des Berichts geht es um einen schlechten Zustand der Geschossdecke und des Dachstuhls sowie um Baukosten, die um bis zu zehn Prozent steigen. Weitere Einzelheiten, etwa zu den Gründen im Detail und zum möglichen Einzugstermin, stehen hinter der Bezahlschranke.
Zum Hintergrund: Nach einem Bericht der Allgemeinen Zeitung vom Dezember 2025 baut die Kreiswohnungsbaugesellschaft Mainz-Bingen (KWBG) das zuletzt leerstehende Gebäude aus dem Jahr 1935 um; finanziert wird das Projekt laut KWBG gemeinsam mit der Binger Projektentwicklungsgesellschaft (EGB) und der Investitions- und Strukturbank des Landes (ISB). Auf rund 800 Quadratmetern sollen 13 Wohnungen zwischen 35 und etwa 100 Quadratmetern entstehen, zwölf davon als bezahlbarer Wohnraum. KWBG-Geschäftsführer Hans-Peter Haas bezifferte die Baukosten damals auf rund 2,75 Millionen Euro; ein Förderdarlehen von rund 1,9 Millionen Euro und ein Tilgungszuschuss von mehr als 800.000 Euro seien bereits zugesagt. Genannt wurde eine Bauzeit von etwa 15 Monaten, verbunden mit der Hoffnung, dass die Wohnungen Ende 2026 bezugsfertig sein könnten. Bereits 2024 war laut der Zeitung angekündigt worden, dass 2025 die ersten Mieter einziehen sollen.
Wir fordern: Bezahlbarer Wohnraum für Familien, Senioren und Berufstätige aus Bingen ist dringend nötig – jede Verzögerung trifft genau diese Menschen. Wer ein über 90 Jahre altes Gebäude umbaut, muss den Zustand von Decken und Dachstuhl vor Baubeginn gründlich prüfen – ob das hier geschehen ist, muss aufgeklärt werden. Wir fordern, dass die Kreiswohnungsbaugesellschaft im Kreistag und im Binger Stadtrat offenlegt, warum die Arbeiten ruhen, wie hoch die Mehrkosten ausfallen, wer sie trägt, ob die zugesagten Fördermittel gesichert sind und wann die Wohnungen tatsächlich bezugsfertig werden. Steigende Kosten dürfen am Ende nicht über höhere Mieten an die künftigen Bewohner weitergereicht werden.
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Quelle: Allgemeine Zeitung, 18.10.2026. https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/kreis-mainz-bingen/bingen/baustillstand-am-binger-wasser-und-schifffahrtsstrassenamt-6543266
Ergänzend: Allgemeine Zeitung, „Neue Wohnungen im alten Wasser- und Schifffahrtsstraßenamt“, 19.12.2025. https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/kreis-mainz-bingen/bingen/neue-wohnungen-im-alten-wasser-und-schifffahrtsstrassenamt-5256092 ; Allgemeine Zeitung, „Im Schifffahrtsamt Bingerbrück entstehen 13 Wohnungen“, 09.07.2024. https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/kreis-mainz-bingen/bingen/im-schifffahrtsamt-bingerbrueck-entstehen-13-wohnungen-3725924
Urheber: Allgemeine Zeitung (Anna Charlotte Groos), 18.10.2026 – 07:45; Allgemeine Zeitung (Jochen Werner), 19.12.2025 – 16:46; Allgemeine Zeitung, 09.07.2024 – 16:57.
