Ingelheim: Drei Projekte aus dem Rheinland-Pfalz-Plan – rund 18,7 Millionen Euro.
Die Stadt Ingelheim meldet dem Landkreis drei Vorhaben aus dem Sondervermögen „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“. Nach der vorgesehenen Verteilung stehen Ingelheim rund 18,7 Millionen Euro über zwölf Jahre zur Verfügung (rund 1,56 Millionen Euro jährlich). Der Haupt- und Finanzausschuss bestätigte die Auswahl am 14. September 2026. Geplant sind eine hitzeresiliente Innenstadt (ab 2027, geschätzt rund 2,23 Millionen Euro), ein Schwammstadt-Quartiersplatz in Ober-Ingelheim (rund 1,2 Millionen Euro, voraussichtlich ab 2029) sowie Neubau und Sanierung der Präsident-Mohr-Schule (Baubeginn 2026, Wiederinbetriebnahme nach Sommerferien 2030, Gesamtkosten derzeit rund 40,8 Millionen Euro). Dem Landkreis Mainz-Bingen stehen aus demselben Sondervermögen insgesamt rund 165,8 Millionen Euro zur Verfügung. Quelle: Stadt Ingelheim, PM 22.09.2026, Autorin Lisa Dietrich.
Wir fordern: Fördermittel müssen zügig und nachvollziehbar in Schulen und Infrastruktur fließen – nicht in Symbolprojekte ohne messbaren Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger.
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Quelle: Stadtverwaltung Ingelheim. https://www.ingelheim.de/news/2026/september/ingelheim-setzt-auf-klimaanpassung-quartiersentwicklung-und-bildung-stadt-schlaegt-drei-projekte-fuer-foerderung-aus-dem-rheinland-pfalz-plan-vor-1/
Urheber: Stadt Ingelheim / Lisa Dietrich, 22.09.2026.
Original-Pressemitteilung:
Stadt schlägt drei Projekte für Förderung aus dem Rheinland-Pfalz-Plan vor
Ingelheim kann in den kommenden Jahren von einem umfangreichen Investitionsprogramm des Landes Rheinland-Pfalz profitieren. Aus dem Sondervermögen „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“ stehen der Stadt nach der vorgesehenen Verteilung rund 18,7 Millionen Euro über einen Zeitraum von zwölf Jahren zur Verfügung.
22 September 2026 von Lisa Dietrich
Die Stadtverwaltung hat dem Landkreis bereits drei Projekte gemeldet, auf die die Fördermittel konzentriert werden sollen. Der Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am 14. September 2026 die Auswahl bestätigt.
Vorgesehen sind Maßnahmen für eine hitzeresiliente Innenstadt, ein Schwammstadt-Konzept für den neuen Quartiersplatz in Ober-Ingelheim sowie der Neubau und die Sanierung der Präsident-Mohr-Schule. Die Projekte verbinden damit die Schwerpunkte Klimaanpassung, nachhaltige Infrastruktur und Bildungsinfrastruktur.
„Wir haben in Ingelheim große Vorhaben vor uns, die unsere Stadt über viele Jahre prägen werden. Mit den Mitteln aus dem Rheinland-Pfalz-Plan können wir wichtige Zukunftsprojekte gezielt unterstützen und gleichzeitig dafür sorgen, dass Ingelheim auch für die kommenden Generationen eine lebenswerte Stadt bleibt“, sagt Oberbürgermeisterin Eveline Breyer. „Besonders wichtig ist uns, dass wir dabei nicht nur in Gebäude investieren, sondern auch in die Qualität unserer öffentlichen Räume und in die Anpassung an die Folgen des Klimawandels.“
„Ein zentrales Projekt zur Klimaanpassung ist die hitzeresiliente Innenstadt. Die Stadtklimaanalyse weist insbesondere für den Friedrich-Ebert-Platz, den Sebastian-Münster-Platz und den Fridtjof-Nansen-Platz ein hohes Überwärmungspotenzial aus“, erläutert Dr. Christiane Döll, Beigeordnete und Klimaschutzdezernentin. Ab 2027 sollen deshalb verschiedene Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Dazu gehören zunächst mobiles Grün und Verschattungselemente sowie die geplante Umgestaltung des Wassersofas zu einem kühlen, klimaresilient bepflanzten Begegnungsort. Ergänzend wird die Anschaffung einer sogenannten „Klimakiste“ vorgeschlagen. Der etwa vier mal fünf Meter große Holzcontainer soll unter anderem mit Bepflanzungen, Sonnensegeln, Sitzmöglichkeiten und einer Sprühnebelanlage ausgestattet werden und während der Sommermonate als kühler Aufenthalts- und Dialogort dienen. Für die weiteren Maßnahmen soll der gesamte Innenstadtbereich betrachtet werden. Die derzeit geschätzten Gesamtkosten für das Vorhaben liegen bei rund 2,23 Millionen Euro. Einzelne Maßnahmen werden sukzessive in den Sitzungen vorgestellt und zur Diskussion gestellt.
Der geplante Quartiersplatz in Ober-Ingelheim soll nach dem Prinzip einer Schwammstadt gestaltet werden. „Wir wollen im Zuge des Neubaus der Präsident-Mohr-Schule den heutigen Spielplatz mit Schulvorbereich und Parkplatz zu einem grünen Quartiersplatz umgestalten“, berichtet die für das Stadtgrün zuständige Dezernentin Dr. Döll. Niederschlagswasser soll möglichst vor Ort genutzt beziehungsweise versickert werden. Vorgesehen sind unter anderem ein Retentionsbereich, Baumrigolen und Zisternenanlagen. Dadurch soll bei stärkeren Regenereignissen Wasser zurückgehalten und gleichzeitig die bestehende Kanalinfrastruktur entlastet werden. Die Umsetzung des rund 1,2 Millionen Euro teuren Vorplatzbereichs ist voraussichtlich ab 2029 vorgesehen.
„Das dritte Vorhaben ist der Neubau und die Sanierung der Präsident-Mohr-Schule. Mit den baulichen Maßnahmen wird bereits 2026 begonnen. Geplant ist eine vierzügige Grundschule für den Ganztagsbetrieb mit Mensa und Sporthalle“, erläutert Bürgermeisterin und Schuldezernentin Sybille Schäfer. Die beiden historischen Schulgebäude aus dem 19. Jahrhundert sollen saniert und durch einen Neubau ergänzt werden. Hinzu kommen unter anderem ein Mensagebäude mit Ganztagesbetreuung, eine Einfeldsporthalle, ein Sportfeld, Spielbereiche und ein Pausenhof. Die Wiederinbetriebnahme der Schule ist derzeit nach den Sommerferien 2030 vorgesehen. Die Gesamtkosten werden aktuell mit rund 40,8 Millionen Euro veranschlagt.
Grundlage für die Förderung ist das vom Land Rheinland-Pfalz eingerichtete Sondervermögen „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“. Gefördert werden unter anderem Investitionen in Bildung, Klimaschutz und Klimaanpassung sowie in die Modernisierung und nachhaltige Sicherung öffentlicher Infrastruktur. Für den kommunalen Bereich werden die Mittel über Regionalbudgets verteilt. Dem Landkreis Mainz-Bingen stehen insgesamt rund 165,8 Millionen Euro zur Verfügung. Auf Grundlage der Einwohnerzahl entfällt auf Ingelheim ein Budget von rund 1,56 Millionen Euro jährlich beziehungsweise insgesamt rund 18,67 Millionen Euro über zwölf Jahre.
Urheber der Original-Pressemitteilung: Stadtverwaltung Ingelheim / Lisa Dietrich, 22.09.2026.
