Förderschulverordnung: Fachkräfte fordern mehr Personal und unterschiedliche Förderwege

Auf dem Podium diskutierten Andreas Dilly, Schulleiter der Christian-Erbach-Realschule plus in Gau-Algesheim, Tobias Kowalewski, Schulleiter der Rabenkopf-Grundschule in Ingelheim-Wackernheim, Clarissa Schmitt, Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Förderschule in Ingelheim, Gabriele Fichtner, ehemalige Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Förderschule sowie Claudia Pilger, erste Vorsitzende des Vereins PRO Förderschulen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Almut Schultheiß-Lehn.

„Wenn wir über die Zukunft von Förderung und Inklusion sprechen, müssen wir diejenigen einbeziehen, die täglich mit den Folgen unserer Entscheidungen arbeiten. Die Diskussion hat gezeigt, wie wichtig dieser direkte Austausch ist und wie viele konkrete Anliegen aus der Praxis bestehen“, sagt Schultheiß-Lehn. Auch Landrat Thomas Barth betont die Bedeutung des Austauschs mit den Menschen vor Ort: „Gute Förderung braucht die richtigen Voraussetzungen. Dazu gehören ausreichend Personal, die notwendigen Ressourcen und Entscheidungen, die die Realität in unseren Schulen berücksichtigen.“

Während der Diskussion sammelte und dokumentierte Yvonne Bless, Beauftragte des Landkreises Mainz-Bingen für Menschen mit Behinderung, die Anliegen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dabei kristallisierten sich mehrere zentrale Themenfelder heraus: mehr Personal und Ressourcen; unterschiedliche Förderwege erhalten (u. a. Gutachten nicht erst Klasse 2/6, freiwilliges zehntes Schuljahr Lernen, Schulkindergärten, Sprachförderung); Diagnostik verbessern; Eltern und Interessenvertretungen stärker beteiligen; Unterstützungssysteme ausbauen. Die Erfahrungen und Forderungen aus der Diskussion sollen ihren Weg auf die Landesebene finden.

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