Rhein-Selz: Verbandsgemeinde lässt Biodiversitätskonzept für kommunale Grünflächen erstellen – Bestandsaufnahme ab Anfang November, Workshops 2027

Rhein-Selz: Verbandsgemeinde lässt Biodiversitätskonzept für kommunale Grünflächen erstellen – Bestandsaufnahme ab Anfang November, Workshops 2027.

Die Verbandsgemeinde Rhein-Selz erarbeitet ein Biodiversitätskonzept für ihre kommunalen Grünflächen. Den Auftakt bildet eine Bestandsaufnahme: Ab Anfang November erfassen Fachleute des Nachhaltigkeitsbüros Intep – Integrale Planung GmbH die Flächen vor Ort, voraussichtlich bis Mitte November. Das Konzept umfasst Parks, Straßenbegleitgrün, Friedhöfe, Spiel- und Bolzplätze, Beete, Hecken und weitere Grünflächen; erarbeitet werden Pflegepläne, konkrete Maßnahmen, Empfehlungen zu Geräten und Fortbildungen für die Bauhöfe sowie ein Ressourcen- und Finanzierungsplan. Das Projekt läuft über zwölf Monate. Quelle: Verbandsgemeinde Rhein-Selz, 29.10.2026.

2027 lädt die Verbandsgemeinde zu Workshops ein, in denen Bürger Fragen stellen und den Konzeptentwurf mitgestalten können; das ist laut Mitteilung dem Umweltbeigeordneten Thomas Tietze besonders wichtig. Für die Erstellung erhält die VG eine anteilige Förderung aus dem Bundesprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ (NKK), das die KfW durchführt. Quelle: Verbandsgemeinde Rhein-Selz, 29.10.2026.

Wir fordern: Gepflegte Grünflächen in unseren Orten sind ein berechtigtes Anliegen. Ein Konzept darf aber kein Selbstzweck sein: Wir erwarten, dass die Verbandsgemeinde offenlegt, was das externe Gutachten insgesamt kostet und welchen Eigenanteil sie trägt. Die Umsetzung muss praxistauglich bleiben – „naturnahe Pflege“ darf nicht zum Vorwand für ungepflegte Friedhöfe, Spielplätze oder Straßenränder werden. Die Erfahrung unserer Bauhöfe muss Vorrang vor Beraterempfehlungen haben.

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Quelle: Verbandsgemeinde Rhein-Selz, Pressemitteilung 29.10.2026. https://www.vg-rhein-selz.de/rathaus-politik/aktuelles/nachrichten/2026/oktober/biodiversitaet/
Urheber: Verbandsgemeinde Rhein-Selz, 29.10.2026.

Originaltext der Pressemeldung:

Mehr Vielfalt vor der Haustür: Verbandsgemeinde Rhein-Selz erarbeitet Biodiversitätskonzept

Bestandsaufnahme der kommunalen Grünflächen beginnt noch in diesem Jahr. Bürger:innen können sich 2027 beteiligen.

Die Verbandsgemeinde Rhein-Selz erarbeitet ein Biodiversitätskonzept für die kommunalen Grünflächen. Das Konzept zeigt, wie sich diese Flächen naturnäher pflegen und für Tiere und Pflanzen aufwerten lassen. Den Auftakt bildet eine Bestandsaufnahme: Ab Anfang November erfassen Fachleute des Nachhaltigkeitsbüros Intep – Integrale Planung GmbH die Grünflächen vor Ort. Im kommenden Jahr sind die Bürger:innen eingeladen, ihre Ideen in das Konzept einzubringen.

Biodiversität bezeichnet die Vielfalt des Lebens: die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume sowie die genetische Vielfalt. Der Mensch ist auf diese Vielfalt angewiesen. Insekten bestäuben Obst und Gemüse, gesunde Böden und Pflanzen reinigen Wasser und Luft. Artenreiche Grünflächen spenden an heißen Tagen Kühle, halten Regenwasser zurück und laden zum Verweilen ein. Gleichzeitig gehen weltweit und auch in der Region viele Arten und Lebensräume verloren.

Hier setzt das Konzept an. Es umfasst Parks, Straßenbegleitgrün, Friedhöfe, Spiel- und Bolzplätze, Beete, Hecken und weitere Grünflächen innerorts und am Ortsrand. Für diese Flächen erarbeitet das Projektteam Pflegepläne und konkrete Maßnahmen, die Artenvielfalt, Klimaschutz und Klimaanpassung mit der Aufenthaltsqualität in den Orten verbinden und den Pflegeaufwand im Blick behalten. Hinzu kommen Empfehlungen zu Geräten und Fortbildungen für die Bauhöfe sowie ein Ressourcen- und Finanzierungsplan. Damit schafft das Konzept die Grundlage für die spätere Umsetzung. Das Projekt läuft über zwölf Monate.

Voraussichtlich bis Mitte November sind die Mitarbeitenden von intep in den Ortsgemeinden und Städten unterwegs. Sie nehmen die Flächen auf, dokumentieren Zustand und Pflege und halten fest, wo sich Aufwertungen anbieten, etwa durch Blühwiesen, Altgrasstreifen oder entsiegelte Baumscheiben. Parallel befragt das Team die Bauhöfe zu Pflegeabläufen, Geräten und Fortbildungen.

Das Konzept soll gemeinsam mit den Menschen vor Ort entstehen, das ist dem Umweltbeigeordneten der VG Thomas Tietze sehr wichtig. Deshalb lädt die Verbandsgemeinde 2027 zu Workshops ein. Dort stellt das Projektteam Zwischenstände vor, und Interessierte können Fragen stellen, Anregungen geben und den Konzeptentwurf mitgestalten. Termine und Orte gibt die Verbandsgemeinde rechtzeitig bekannt.

Für die Erstellung des Konzepts erhält die Verbandsgemeinde eine anteilige Förderung aus dem Programm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ (NKK). Die KfW führt das Programm im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit durch. Bei Fragen wenden Sie sich gern an eileen.dworaczek@vg-rhein-selz.de.

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