Bingen: Stadtrat unterstützt FDP-Antrag für „Nette Toilette“ in der Innenstadt – Betriebe sollen ihre WCs für alle öffnen.
In der Binger Innenstadt sollen Gastronomie, Gewerbebetriebe und Dienstleister ihre Toiletten künftig nicht nur der eigenen Kundschaft, sondern allen Bedürftigen zur Verfügung stellen. Die FDP-Fraktion hat dazu in der jüngsten Stadtratssitzung beantragt, dass die Verwaltung das bundesweite Projekt „Nette Toilette“ auch in Bingen etabliert. Das berichtet die Allgemeine Zeitung am Donnerstag, dem 29. Oktober 2026. Quelle: Allgemeine Zeitung, 29.10.2026.
Dr. Paul Mounts (FDP) sagte, er sei in Regensburg auf das Projekt aufmerksam geworden; die Resonanz sei durchweg positiv, inzwischen gebe es „nette Toiletten“ auch in Rüdesheim und Bad Kreuznach. Er zeigte sich einverstanden, den Antrag zunächst im Ausschuss zu beraten. Michael Hüttner (SPD) erklärte dagegen: „Wir können direkt zustimmen.“ Die Stadt habe es bei der Toilettenfrage sonst mit „gigantischen Kosten“ zu tun, hinzu kämen „Schmuddelsituationen“, schwierige Standortfragen und der Unterhalt. So sahen es laut Bericht auch die anderen Fraktionen. Quelle: Allgemeine Zeitung, 29.10.2026.
Zu den Kosten verwies die FDP auf Bad Kreuznach: Dort sind im Haushalt jährlich 12.000 Euro laufende Kosten veranschlagt, weil teilnehmende Betriebe monatlich 100 Euro städtischen Zuschuss erhalten. Hinzu kommen einmalig Lizenzgebühren und Marketing von zusammen rund 5.000 Euro – etwa für ein Logo am Eingang der Betriebe und Flyer mit allen Standorten. Die Verwaltung soll nun zunächst ermitteln, welche Unternehmen mitmachen wollen; danach folgen vertragliche Vereinbarungen, bevor der Stadtrat den Start beschließt. Quelle: Allgemeine Zeitung, 29.10.2026.
Wir fordern: Saubere, frei zugängliche Toiletten gehören zu einer attraktiven Einkaufs- und Tourismusstadt – gerade für Familien, Senioren und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Eine pragmatische Lösung mit den örtlichen Betrieben ist deutlich günstiger als teure öffentliche Anlagen und verdient Unterstützung. Wir fordern die Stadt auf, die tatsächlichen Kosten für Bingen offen auszuweisen, die teilnehmenden Betriebe fair zu entschädigen und auf Sauberkeit und Barrierefreiheit zu achten. Die Standorte müssen gut ausgeschildert sein – auch für Rheinufer, Bahnhof und Wochenmarkt.
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Quelle: Allgemeine Zeitung, 29.10.2026. https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/kreis-mainz-bingen/bingen/fdp-fordert-nette-toiletten-fuer-binger-innenstadt-6598385
Urheber: Allgemeine Zeitung (Michael Lang), 29.10.2026 – 09:00 MEZ.
