Bingen gibt den Stadtbus an den Landkreis ab – KRN soll übernehmen

Der Binger Stadtrat hat beschlossen, die Verantwortung für den öffentlichen Nahverkehr an den Landkreis Mainz-Bingen abzugeben. Der Kreis soll anschließend die Kommunalverkehr Rhein-Nahe Gesellschaft (KRN) mit der Durchführung beauftragen. Die Rhein-Zeitung verweist auf das Vorbild Ingelheim, das den Stadtbusverkehr bereits in die Hände der KRN gelegt habe. Einen genauen Übergabetermin sowie Angaben zu Kosten, Tariffolgen oder zum künftigen Leistungsniveau nennt die frei zugängliche Berichterstattung nicht.

Auf den öffentlichen Seiten der Stadt Bingen und des Landkreises Mainz-Bingen war zum Redaktionsschluss keine eigene Pressemitteilung und keine Sitzungsvorlage zu diesem Beschluss auffindbar. Solange die Stadt und der Kreis die finanziellen und betrieblichen Eckdaten nicht offenlegen, bleibt für die Bürger die zentrale Frage: Was kostet der Stadtbus künftig – und bleibt das Angebot für die Stadtteile mindestens so gut wie bisher?

Wir fordern: Vor dem endgültigen Übergang müssen Stadt und Landkreis Kosten, Finanzierung und Leistungsstandards öffentlich und nachvollziehbar darlegen. Eine reine Zuständigkeitsverschiebung ohne klare Zahlen und Qualitätszusagen wäre für die Fahrgäste in Bingen inakzeptabel.

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Quelle: Rhein-Zeitung / Öffentlicher Anzeiger, Edgar Daudistel, 05.10.2026, 18:00 Uhr.
https://www.rhein-zeitung.de/lokales/oeffentlicher-anzeiger/bingen-gibt-den-stadtbus-in-neue-haende_arid-4160153.html
Urheber: Edgar Daudistel / Rhein-Zeitung (Mittelrhein-Verlag), 05.10.2026.
Hinweis: Keine Original-Pressemitteilung von Stadt Bingen oder Landkreis Mainz-Bingen zum Beschluss auffindbar (Stand 06.10.2026).

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