Mainz-Bingen: Kreis rückt von neuen Schulen in Stadecken-Elsheim und Mommenheim ab – Schulträgerausschuss berät am 9. November öffentlich

Mainz-Bingen: Kreis rückt von neuen Schulen in Stadecken-Elsheim und Mommenheim ab – Schulträgerausschuss berät am 9. November öffentlich.

Die Kreisverwaltung Mainz-Bingen rückt von ihrem Plan ab, eine oder sogar zwei neue weiterführende Schulen zu gründen. Das berichtet die Allgemeine Zeitung am 24. Oktober 2026. Über den Stand der Schulentwicklungsplanung will die Kreisverwaltung am Montag, dem 2. November 2026, in einem Pressegespräch informieren. Eine Woche später, am Montag, dem 9. November 2026, um 18 Uhr, tagt der Schulträgerausschuss öffentlich im Kreistagssaal in Ingelheim.

Zum Hintergrund: Im März 2026 hatte der Kreistag einstimmig beschlossen, beim Land ein neues Gymnasium in Stadecken-Elsheim und eine Integrierte Gesamtschule (IGS) in Mommenheim zu beantragen, um vor allem die überfüllten Gymnasien zu entlasten. Das externe Planungsbüro biregio hatte sich laut Bericht bereits im September 2025 im Schulträgerausschuss gegen Neubauten ausgesprochen: Eine neue Schule könne acht bis zehn Jahre bis zur Fertigstellung brauchen, bis dahin würden die Anmeldezahlen zurückgehen. Das Büro empfahl, mit dem Bestand zu arbeiten und eine vorhandene Realschule plus in eine IGS umzuwandeln. Als wahrscheinlicher gilt laut Allgemeiner Zeitung nun eine Möglichkeit aus dem Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung, die IGSen dort sechszügig zu ermöglichen, wo es sinnvoll und bedarfsgerecht ist. Bislang sind die IGSen im Kreis auf vier Klassen pro Jahrgang begrenzt. Auch der seit Jahren überlastete Förderschulbereich, konkret der geplante Neubau der Elisabethenschule in Sprendlingen auf dem Kleinspielfeld der IGS Sprendlingen, könnte Thema im Ausschuss werden. Quelle: Allgemeine Zeitung, 24.10.2026.

Wir fordern: Der Kreistag hat die beiden Schulanträge einstimmig beschlossen. Wenn die Kreisverwaltung davon nun abrückt, müssen zuerst die gewählten Kreistagsmitglieder und die betroffenen Familien die Gründe erfahren. Wir fordern, dass im Schulträgerausschuss am 9. November offengelegt wird, warum die Pläne nicht weiterverfolgt werden, welche Kosten für Planung, Standortsuche und Taskforce bislang entstanden sind und warum die Empfehlung des eigenen Planungsbüros aus dem Jahr 2025 erst jetzt wieder eine Rolle spielt. Was jetzt zählt, ist schnelle Entlastung: Erweiterungen bestehender IGSen und der Neubau der Elisabethenschule müssen mit verbindlichem Zeitplan vorangebracht werden. Eltern und Schüler brauchen Planungssicherheit für die nächsten Anmeldungen – nicht einen weiteren Kurswechsel.

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Quelle: Allgemeine Zeitung, 24.10.2026. https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/kreis-mainz-bingen/landkreis-mainz-bingen/keine-neue-schule-in-mainz-bingen-so-geht-es-jetzt-weiter-6572177
Bezug: Unser Bericht vom 17.10.2026 (nach Allgemeine Zeitung) zu den ruhenden Planungen. https://www.alternative-mainzbingen.de/2026/10/17/mainz-bingen-planungen-fuer-neues-gymnasium-und-neue-igs-liegen-auf-eis-eltern-brauchen-planungssicherheit/
Urheber: Allgemeine Zeitung (Felix Plum), 24.10.2026 – 10:23 MESZ.

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