Waldkalkung im Binger Stadtwald – Hubschrauber verteilt knapp 3.000 Tonnen Kalk, Bereiche gesperrt.
Seit Montag, dem 5. Oktober 2026, wird im Forstamtsbereich Boppard eine Bodenschutzkalkung per Hubschrauber durchgeführt. Betroffen ist auch der Binger Stadtwald in den Bereichen Lauschhütte, Jägerhaus und Heiligkreuz: Von den 2.100 Hektar Stadtwald werden rund 900 Hektar gekalkt, pro Hektar drei Tonnen kohlensaurer Magnesiumkalk. Laut SWR werden in den kommenden Wochen insgesamt knapp 3.000 Tonnen ausgebracht; die Aktion kostet 400.000 Euro, den Großteil übernimmt das Land. Die beflogenen Bereiche sind für Spaziergänger gesperrt. Quelle: Stadt Bingen, PM 30.09.2026; SWR Aktuell, 07.10.2026.
Wir fordern: Bodenschutz im Stadtwald ist nur dann gut angelegtes Geld, wenn er nachweislich wirkt. 400.000 Euro sind Steuergeld – Land und Stadt müssen offenlegen, welchen Anteil Bingen trägt und wie der Erfolg der Kalkung überprüft wird. Gesperrte Bereiche müssen vor Ort und online tagesaktuell ausgewiesen werden, damit Waldbesucher nicht vor Absperrungen stehen.
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Quelle: Stadt Bingen. https://www.bingen.de/stadt/news/alle-pressemitteilungen/d-waldkalkung-im-binger-stadtwald-336588066 – ergänzend: SWR Aktuell. https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/mainz/darum-wirft-ein-hubschrauber-ueber-dem-binger-wald-kalk-ab-100.html
Urheber: Stadt Bingen am Rhein, 30.09.2026; SWR Aktuell, 07.10.2026 – 11:13.
Original-Pressemitteilung:
Waldkalkung im Binger Stadtwald
Ab 5. Oktober fliegen die Hubschrauber
Im Forstamtsbereich Boppard wird ab Montag, 5. Oktober 2026, eine Bodenschutzkalkung durchgeführt. Betroffen ist dabei auch der Stadtwald Bingen in den Bereichen Lauschhütte, Jägerhaus und Heiligkreuz. Pro Hektar werden drei Tonnen kohlensaurer Magnesiumkalk per Hubschrauber ausgebracht.
Der Wald leidet unter Klimastress durch Trockenheit, Dürre und Schädlinge. Besonders auf nährstoffarmen – teils naturbedingt, teils durch frühere Schwefeleinträge – und versauerten Böden, haben die Bäume es besonders schwer. Die Kalkung soll einer weiteren Versauerung entgegenwirken.
Die Maßnahme ist keine Düngung, sondern dient dem Erhalt der Bodenfunktionen. Sie schützt zudem Grund- und Quellwasser und stabilisiert die Waldökosysteme. Die Wirksamkeit ist durch Studien der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz belegt.
Vom 2.100 Hektar großen Stadtwald werden nur die notwendigen Standorte, insgesamt rund 900 Hektar, gekalkt.
Das ausgebrachte Gesteinsmehl ist gesundheitlich unbedenklich. Um Verschmutzungen an Kleidung oder Fahrzeugen sowie Störungen zu vermeiden, sollte das beflogene Gebiet während der Ausbringung gemieden werden. Die Arbeiten werden sich über mehrere Wochen ziehen.
